Schulprogramm

Grundsätze

Gemäß des §1 “Die Würde des Menschen ist unantastbar” ist der Grundsatz unserer Schule

 

“Gemeinsames Lernen – Vielfalt leben.”

 

Diesem Grundsatz entsprechend bilden sich die Schwerpunkte unseres pädagogischen Handelns. Diese spiegeln sich in verschiedenen Bereichen unseres Schulprogramms wider.

So legen wir besonderen Wert auf individuelles Lernen, was gerade für das gemeinsame Lernen unerlässlich ist. Das individuelle Lernen spielt vor allem in der individuellen Förderung, aber auch im Erlangen von Kompetenzen und Erlernen von Methoden eine wichtige Rolle und ist somit die Grundlage zum Erlangen einer fundierten Bildung. Hierzu bietet auch der Ganztag die nötige Zeit und zusätzlichen Raum.

Der veränderten Rolle von Schule begegnen wir mit einer Rhythmisierung des Ganztages, in der unseren SchülerInnen Zeit für ihre Entwicklung gegeben wird.

 

Ein zentraler Aspekt im Bereich Werte und Erziehung ist die Entwicklung der Selbstverantwortung. Selbstverantwortung ist nicht nur für unterrichtliches Handeln, sondern auch für das Erlernen sozialer Kompetenzen grundlegend. Sie bildet eine wichtige Grundlage für die Teilhabe an der Schulkultur und der Gesellschaft. Die Lernenden haben die Möglichkeit vielfältige Beratungsangebote wahrzunehmen und ihren eigenen Entwicklungsprozess z.B. im Rahmen des Schülersprechtages zu reflektieren und individuelle Unterstützung einzufordern.

Die Bildung von Toleranz gegenüber Vielfalt und Einübung demokratischen Handelns, können durch die aktive Beteiligung an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen unterstützt werden und so auf das gesellschaftliche Leben vorbereiten.

Zu diesem Leben gehört auch die sinnvolle Nutzung und kritische Auseinandersetzung mit Medien. Das Erlangen von Methoden- und Medienkompetenzen ist somit ein fester Bestandteil unseres Bildungsbegriffes. 

 

Unsere Schule will unseren Namensgebern, den Geschwistern Scholl, entsprechend, das offene und freie Denken im Besonderen durch die Übernahme von Verantwortung durch unsere SchülerInnen fördern. Im sozialen Lernen wird dieser Prozess unterstützt und verstärkt.

Unserem Grundsatz folgen vier Leitideen zu dessen Umsetzung.

Rhythmisierung im Ganztag

Ganztag, Inklusion, Digitalisierung, sind einige grundlegende Faktoren, die in den letzten Jahren die Anforderungen von Schule verändert haben. Diesem Wandel begegnen wir, auf der Grundlage vorangegangener Evaluationen, mit einer veränderten Rhythmisierung.

Lernen benötigt Ruhe und Zeit. Durch die neue Zeitstruktur, ohne störende Klingelzeichen, kann nun mit größerer Ruhe der Schultag gelebt werden. Da weniger Stunden pro Tag stattfinden, wird eine stärkere Fokussierung auf einzelne Fächer gewährleistet.

Die längeren Unterrichtsstunden geben Raum zum differenzierten Lernen, zu Methoden- und Phasenwechsel. Der Ganztag eröffnet neue Möglichkeiten, Leitbilder und Schlüsselqualitäten umzusetzen und mit den Schülerinnen und Schülern vielschichtiger und umfangreicher zu arbeiten. Die Verknüpfung von Unterricht mit einem umfangreichen und altersspezifischen Angebot im Vor- und Nachmittag soll den Schülerinnen und Schüler ermöglichen, ihre fachliche und soziale Kompetenz zu entwickeln und auszuprägen.

In diese rhythmisierte Zeitstruktur fügt sich das neue Lernzeitenmodell und das Ganztagsangebot ein.

Individuelle Förderung

„Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“  (SGV NRW, §1) Jedes Kind kommt an unsere Schule mit ganz individuellen Stärken und Schwächen und hat hier das Recht auf gezielte Förderung, um Stärken weiter auszubauen.

Um dies zu gewährleisten steht die Schule, allen voran die SonderpädagogInnen, schon vor dem Übergang der SchülerInnen in unsere weiterführende Schule, in engem Austausch mit den Grundschulen. In Jahrgangsstufe 5 ist dann eine entsprechende Diagnostik notwendig, um den individuellen Förderbedarf der SchülerInnen zu ermitteln und vor allem Defizite im Bereich der Sprachkompetenz aufzudecken. Darauf kann dann eine gezielte Fördermaßnahme aufbauen, die sich insbesondere auf die Förderung von SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache sowie diejenigen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten konzentrieren soll.

Methoden- und Medienkompetenz

Unsere Aufgabe ist die Vorbereitung unserer SchülerInnen auf die Teilnahme an einem gesellschaftlichen und beruflichen Leben, deren Gestalt wir derzeit noch nicht kennen.

Aus diesem Grund liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit in der Heranführung an verschiedene Methoden des kooperativen, selbstständigen und zeitgemäßen Lernens, sowie der Nutzung verschiedener digitaler und analoger Medien.

Neben der Vermittlung dieser Kompetenzen im Fachunterricht finden einmal im Jahr Thementage statt, in deren Rahmen gezielt Methoden eingeführt und gefestigt werden.

Der Umgang mit digitalen Medien wird mit der Implementierung des Faches Informationstechnische Grundbildung ab dem Schuljahr 21/22 bereits ab Klasse 5 intensiv gefördert. Darüber hinaus haben nicht zuletzt durch die Corona Krise verschiedenste Apps und Programme in den Fachunterricht Einzug erhalten, mit deren Hilfe zum Beispiel kooperative Arbeitsformen auch auf Distanz umzusetzen sind.

Egal ob der Einsatz digital oder analog ist, die zentrale Frage soll demnach sein, welches Medium für das geplante Vorhaben am zielführendsten ist.

Folgende Handlungsfelder gelten für den Einsatz digitaler und analoger Medien gleichermaßen, sie sind in allen schulischen Fachgebieten anzusiedeln:

  • individuelles und fachliches,
  • demokratisches und kommunikatives,
  • sowie kreatives und produktives Handeln.

 

Werte und Erziehung

Wir wollen die jungen Menschen, die unsere Schule besuchen auf ihrem Weg unterstützen und stärken. Wir möchten ihnen in der Geborgenheit einer fürsorglichen Umgebung die Möglichkeit geben, sich zu positiven, lebensbejahenden Individuen zu entwickeln. Grundlage unserer Arbeit ist das Interesse an den Schülerinnen und Schülern. Lehrerinnen und Lehrer sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst, sie leben ihnen demokratisches Handeln vor, bieten klarer Wertmaßstäbe an, die bei der Entwicklung der persönlichen Meinungsbildung unterstützen, ermutigen sie zur sachlichen und konstruktiven Kritik und üben Offenheit und Toleranz gegenüber Fremdem ein.

Diese Haltung wird gemäß unseres Leitbildes zusätzlich Umsetzung im Unterricht des gemeinsamen Lernens besonders in folgenden Bereichen deutlich:

  • Schulkultur
  • Teilhabe an der Gesellschaft durch Engagement
  • Individuelle und Systemische Beratung
  • Öffnung der Schule durch Kooperation

Das vollständige Schulprogramm erhalten Sie hier:

In kürze steht unser Schulprogramm wieder zur Verfügung.